Der Eichelhäher ist ein echter Waldarbeiter.

Der Eichelhäher ist ein echter Waldarbeiter.

Ja, der Eichelhäher ist ein echter Waldarbeiter und schön ist er sowieso. Ich freue mich jedesmal, wenn ich ihn sehe – was ja leider nicht so oft ist, wie ich es mir wünschen würde. Wusstet Ihr, dass er auch ein richtig fleißiger Waldarbeiter ist? Als ich dieses hier abgebildete Schild bei einer Wanderung durch den Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern entdeckte und den Text durchlas, wurde mir erstmals richtig bewusst, was dieser wunderschöne gefiederte Geselle so alles drauf hat. Ich schreibe Euch hier mal den Text des Schildes auf, damit Ihr ihn besser lesen könnt:

Der gefiederte Eichelhäher als Waldarbeiter und Gärtner!
Die jungen Eichen wurden als Samen von Eichhörnchen, Mäusen und vor allem vom Eichelhäher „gepflanzt“. Der Eichelhäher müsste eigentlich „Eichelsäer“ heißen. In seinem Schlund kann er bis zu 7 Eicheln transportieren. Diese versteckt er als Wintervorrat im Waldboden (bis zu 300 Eicheln/Tag). Nicht alle versteckten Eicheln werden von ihm gefressen. So können sich im Frühjahr kleine Eichensämlinge entwickeln. Die Brutzeit des Eichelhähers ist im Frühjahr. Zu dieser Zeit trennt er an den Eichensämlingen die Keimblätter ab, um sie an die Jungvögel zu verfüttern. Die versteckten Eicheln dienen somit nicht nur als Nahrungsvorrat für den Altvogel, sondern auch als Nahrungsquelle für die Nestlinge. Die Vitalität und das Wachstum der jungen Eichen werden dabei kaum vermindert. Seht Ihr, der Eichelhäher ist eben ein echter Waldarbeiter.

Junge Eichen in einem Fichtenwald
Junge Eichen wachsen in einem Kiefernwald.

Der Eichelhäher (Garrulus glandarius) ist ein Singvogel aus der Familie der Rabenvögel (Corvidae).

Er ist über Europa, Teile Nordafrikas und des Nahen Ostens sowie in einem breiten Gürtel durch Asien und dort südwärts bis nach Indochina verbreitet. Er brütet in lichten, strukturreichen Wäldern aller Art, in Mitteleuropa aber bevorzugt in Misch- und Laubwäldern. Sein Nahrungsspektrum ist sehr vielfältig, wobei im Sommerhalbjahr tierische, im Winterhalbjahr pflanzliche Nahrung überwiegt. Vor dem Winter werden umfangreiche Vorräte aus Eicheln und anderen Nussfrüchten angelegt.

Alle weitergehenden Informationen findet Ihr unter Wikipedia

Schaut auch mal auf dieser Seite der Malteser nach, dort findet Ihr Argumente und Hinweise, warum Wälder für uns wichtig sind. Hier geht es zur Übersicht zurück, wo wir Euch unsere Idee von „Wir pflanzen Wald“ erklären.

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